Love Letters To The Dead von Ava Dellaira > Review, Spoiler am Schluss

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Gleich erstmal wieder die Inhaltsangabe zum Auffrischen:

 

Alles fängt mit dieser Aufgabe in Englisch an: Schreibe einen Brief an eine tote Person. Laurel wählt Kurt Cobain, denn May, ihre Schwester, hat ihn geliebt. Und er ist jung gestorben, genauso wie May.
Bald hat Laurel ein ganzes Notizheft voll mit Briefen an Personen wie Janis Joplin, Amy Winehouse, Amelia Earhart, Heath Ledger und einigen mehr, obwohl sie nie einen einzigen an ihre Lehrerin abgibt. Sie schreibt über den Anfang der High School, neue Freundschaften, wie sie sich das erste Mal verliebt, das Leben in ihrer gespaltenen Familie. Und letztendlich auch über den Missbrauch unter dem sie litt, während May auf sie aufpassen sollte.
Erst als sie die Wahrheit über das, was ihr passiert ist aufgeschrieben hat, kann sie auch akzeptieren, was May widerfahren ist. Und erst, wenn Laurel ihre Schwester so sieht wie sie eigentlich war; schön und erstaunlich und zutiefst fehlerhaft; kann sie ihren eigenen Weg gehen.

Wer mehr über meine ersten Eindrücke und mehr erfahren möchte, der kann sich hier meine Buchvorstellung ansehen.

Hach ich weiß garnicht, wo ich anfangen soll…naja einfach mal beim Anfang. Das ist einfach. Oder auch nicht. Denn Laurel, die Hauptperson, schreibt größtenteils aus dem Jetzt, aber erzählt auch immer wieder von der Kindheit mit ihrer Schwester. Die jetzt tot ist. Und in dem ganzen Buch durchleben wir den Prozess, in dem sie sich öffnet. Erst in den Briefen, dann auch langsam ihren Freunden und zum Schluss ihren Eltern gegenüber. Und wir merken auch, dass diese Schritte nicht einfach sind. Ava hat es auch echt super geschrieben! Denn die Wahrheit hätte ich trotzdem nie so erwartet. Super Twist, Ava! 😉

Das Konzept ist ziemlich simpel, aber genial. Laurel bekommt im Englischunterricht die Aufgabe, an eine tote Person zu schreiben. Sie meint, sie sollte jetzt wohl an einen Präsidenten schreiben, aber sie schreibt an Kurt Cobain. Denn er ist jung gestorben, genauso wie ihre ältere Schwester May. Daraus macht sie kein Geheimnis. Jedoch bringt sie es nie(naja fast) über die Lippen, oder die Hand, uns und allen zu erzählen, wie es passiert ist. Laurel ist die einzige, die es weiß und meinte schon ziemlich zeitig, dass es nie passiert wäre, wenn sie ‚es‘ nicht gesagt hätte. Was hat sie denn gesagt? Aber das finden wir erst zum Schluss heraus.
Laurel fühlt sich diesbezüglich schuldig an dem Tod ihrer Schwester, obwohl das wirklich nicht stimmt.

May war ihr Beschützer. Sie war hübsch und hat immer versucht, ’schlechte‘ Situationen aufzuheitern. Haben sich ihre Eltern gestritten, hat sie ihre Feenflügel umgeschnallt und getanzt, bis sie aufgehört und ihr zugesehen haben.
Und wenn Laurel nicht schlafen konnte, kletterte sie hoch zu May ins Bett. Das eine Mal hat May ihr erzählt, sie seien Feen und hat mit ihr Zutaten für einen Trank gegen die bösen Hexen gesammelt. Und das haben sie dann unter das Bett gestellt.
Laurel hat jedoch oft daran gezweifelt, ob sie auch eine Fee sei. Denn sie hat keine Flügel, aber May schon. Als Laurel sie sehen möchte meint May, dass es nicht geht. Wenn sie sie sehen würde, würden sie zerbrechen und sie könnte nicht mehr fliegen.Denn nachts fliegt May davon und Laurel wartet, bis sie wieder zurück kommt. Und wenn sie dann wieder da ist, von ihren nächtlichen Treffen mit älteren Jungs, kriecht sie zu Laurel ins Bett und redet noch mit ihr. Oder auch nicht und schläft ein.
Oft erzählt Laurel, dass sich May immer mehr von ihr entfernt hat, als sie auf die Highschool ging. Und deshalb fühlte sie sich auch ziemlich geehrt, als May sie mitnahm. Und schwieg.

Circa zwei Jahre, bevor May starb, haben sich ihre Eltern getrennt. Sie lebt bei ihrem Vater und teilzeit bei ihrer Tante.

Ein typisches Problem, wenn man alleine an eine neue Schule kommt, sind die nicht vorhandenen Freunde. Und Laurel tut sich damit ziemlich schwierig. Sie wird nicht ausgegrenzt, sie bemüht sich nur einfach nicht, im Mittelpunkt zu stehen. Aber trotzdem freundet sie sich bald mit Nathalie und Hannah an. Und an den beiden gibt es auch etwas Besonderes, aber mehr dazu in der Spoilerabteilung. 🙂
Und durch die beiden kommt sie auch ein bisschen mehr unter Leute und hat ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol, dem Rausch von typisch jugentlichen Aktionen und Drogen (weniger).

An einem der ersten Tage hat sie Blickkontakt mit Sky. Wie sie durch Hannah und Nathalie erfährt, ist er einer, der sich auf nichts Festes einlässt. Aber es stellt sich ein wenig anders heraus. Wundervoll! Nur ist es teilweise echt traurig…aber es ist ja kein Geheimnis, das die beiden ein zuckersüßes Pärchen werden! 🙂 –> Spoilerabteilung! 😉
Durch ihn erfahren wir auch, dass May nie so perfekt war, wie Laurel sie uns vorgestellt hat.

Sooo…ich muss sagen, es ist ein wunderschönes Buch! Und jetzt auch unter meinen Top 3. :-))
Ja viel kann ich nicht dazu berichten! Lest es einfach, entspannt und erfahrt etwas Wundervolles und zugleich tiefst Trauriges!

Viel Spaß beim Lesen und bis nächstes Mal!

Achtung Spoiler vorraus!

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Achtung Spoiler vorraus!

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Achtung Spoiler vorraus!

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Spoilerabteilung auf eigene Gefahr:

Nathalie und Hannah – Sie sind lesbisch! Und das meine ich keineswegs negativ! Hannah (Glaube ich, aber es ist schon lange her, dass ich das Buch gelesen habe!) gibt immer vor, auf Typen zu stehen und hat auch jede Woche einen neuen, könnte man sagen. Aber mit der Zeit erwischt Laurel die beiden zwei, drei mal beim rumknutschen. Und sie ist eine, die versteht und schweigt.

Laurel und Sky – Sky kannte May ja schon vorher. Und deshalb könnte man sagen, er weiß auch ziemlich viel über Laurel. Und besonders süß und herzzerbrechen zugleich, sind die Momente, wo Laurel in der Zeit zurückgeworfen wird und völlig zusammenbricht. In den Momenten ist Sky bei ihr und versucht sie wieder aufzubauen, oder am Boden zu halten.
Jedoch wird es bald auch ihm zu viel und er macht Schluss. Ja klar, sie kommen wieder zusammen, aber das ist irgendwie einfach eine kaputte Beziehung, getroffen durch die Vorgeschichte von/ mit May. Aber das weiß man nicht zu dem Zeitpunkt und man denkt auch nicht darüber nach.

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